Rexisten

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Anhänger der von Degrelle 1930 gegründeten wallonischen autoritär-antidemokratischen "Christkönigsbewegung" in Belgien, benannt nach dem Verlagshaus Christus Rex, in dem die Zeitschrift "Rex" der Rexisten erschien. Sie kamen vom jugendlichen militanten Flügel der Katholischen Aktion und entfernten sich mit nationalistischen Forderungen und durch konfessionelle Öffnung von ihren kirchlichen Wurzeln. Sie propagierten eine ständestaatliche Ordnung auf der Grundlage "natürlicher Gemeinschaften" (Familie, Berufsstand, Volk) und fanden damit auch Resonanz im flämischen Bevölkerungsteil (bei den Wahlen vom 24. 5. 36: 21 Abgeordnete, zwölf Senatoren). Immer mehr ins faschistische Lager abdriftend, verloren die Rexisten aber schon 1938 erhebliche Stimmanteile. Nach der deutschen Besetzung Belgiens (Mai 40) bildeten sie das Rückgrat der Kollaboration; viele meldeten sich freiwillig zur Waffen-SS und kämpften in der Panzergrenadierdivision "Wallonie". Nach dem Krieg wurde zahlreichen Rexisten-Führern der Prozess gemacht, der meist mit der Todesstrafe endete.