Robert M. W. Kempner

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Jurist

    geboren: 17. Oktober 1899 Freiburg im Breisgau gestorben: 15. August 1993 Königstein (Hessen)


    1928-33 Dozent an der Berliner Hochschule für Politik und Justitiar im preußischen Innenministerium. Kempner bekämpfte Hitler und die NSDAP von Anfang an, seine Bemühungen jedoch, sie wegen Vorbereitung zum Hochverrat anzuklagen, blieben vergeblich. 1933 emigrierte Kempner nach Gestapohaft über Italien und Frankreich in die USA. Dort wurde er juristischer Berater der Regierung und gehörte 1945 zum Stab des US-Hauptanklägers Jackson bei den Nürnberger Prozessen. 1951 erhielt er als Anwalt die Zulassung beim Landgericht Frankfurt. In zahlreichen Veröffentlichungen setzte er sich mit dem Dritten Reich und den nationalsozialistischen Gewaltverbrechen auseinander (u. a. "Eichmann und Komplizen", 1961; "Das Dritte Reich im Kreuzverhör", 1969).