Ruth Fischer

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutsche Politikerin und Publizistin

    geboren: 11. Dezember 1895 Leipzig gestorben: 13. März 1961 Paris


    eigentlich Elfriede Golke, geborene Eisler, Schwester von G. Eisler; Studium der Philosophie und Nationalökonomie in Wien. Während des Ersten Weltkriegs Sozialdemokratin, war Fischer im November 18 Mitbegründerin der Kommunistischen Partei Österreichs. Seit 1919 lebte sie in Berlin, wurde 1921 Vorsitzende der Berliner KP, war von 1924-28 MdR. Als Vorsitzende der KPD seit April 24 führte sie die Partei auf ultralinken Kurs. Im September 25 wurde sie von Thälmann abgelöst, im August 26 aus der Partei ausgeschlossen. Nach dem vergeblichen Versuch, eine linkskommunistische Partei zu gründen, verzichtete sie auf weitere politische Tätigkeit. 1933 emigrierte sie nach Paris, 1940 in die USA, nach 1945 veröffentlichte sie mehrere Werke zur Geschichte des Kommunismus.