Sütterlinschrift

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Bezeichnung für eine von dem deutschen Graphiker und Formgestalter Ludwig Sütterlin (1865-1917) entworfene Schrift, die ab Beginn der 30er Jahre in einigen deutschen Ländern erprobt und 1935 als "Deutsche Schreibschrift" obligatorisch an den deutschen Schulen als Normalschrift eingeführt wurde. Obwohl man zahlreiche Bilder- und Kinderbücher in Sütterlinschrift gedruckt hatte, war die Bereitschaft zur Übernahme dieser umständlichen Schrift nicht groß genug, so dass sie 1941 durch eine lateinische Schrift, die "Deutsche Normalschrift", wieder ersetzt werden musste.