Schild

    Aus Lexikon Drittes Reich

    jüdische Sportorganisation mit 1933 ca. 7 000 Mitgliedern, 1919 vom Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten gegründet. Schild war deutsch-jüdisch ausgerichtet und im Gegensatz zum Makkabi-Verband um Integration in den deutschen Sportbetrieb bemüht. Im Zuge der Übernahme des Arierparagraphen durch den Deutschen Reichsbund für Leibesübungen strömten jüdische Athleten aus deutschen Vereinen in den Schild und ließen die Mitgliedszahlen rasch anwachsen (zusammen mit Makkabi: 1935 ca. 40 000). Trotz erschwerter Trainingsbedingungen gelangen Schild-Sportlern erstaunliche Leistungen (u. a. deutscher Hochsprungrekord 1936 durch Gretl Bergmann von Schild Stuttgart). Nach den Olympischen Spielen aber brachten polizeiliche Schikanen und Emigrationsverluste das Ende der Schild-Aktivitäten.