Schwarze Front

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Eigenbezeichnung eines Zusammenschlusses der "Kampfgemeinschaft revolutionärer Nationalsozialisten", die O. Strasser nach seinem Austritt aus der NSDAP (4. 7. 30) gegründet hatte, und ähnlich gesinnten Gruppierungen (Nationalbolschewisten, enttäuschte Kommunisten u. a.). Die Schwarze Front vertrat in ihrer gleichnamigen Zeitschrift einen nationalrevolutionären "Solidarismus", wie ihn auch die Wortführer der Zweiten Revolution propagierten, und war v. a. 1931-33 aktiv. Nach Strassers Emigration 1933 agitierte die zerfallende Gruppe vom Ausland aus immerhin so engagiert gegen das Dritte Reich, dass Himmler ihr noch 1939 das Bürgerbräu-Attentat zutraute.