Sippenkunde

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (Sippenforschung), nationalsozialistische Bezeichnung für Genealogie, Lehre von Verwandtschaft und Geschlechterfolge, die im Zusammenhang mit den nationalsozialistischen Rassentheorien im Dritten Reich eine Hochblüte erlebte. Um die Sippenkunde, das Erstellen von Ahnentafeln und Stammbäumen, das Ausstellen von Abstammungsnachweisen kümmerten sich insbesondere: das Reichssippenamt in Berlin, die Zentralstelle für Deutsche Personen- und Familiengeschichte in Leipzig, die Hauptstelle für auslandsdeutsche Sippenkunde beim Deutschen Auslandsinstitut in Stuttgart, die Deutsche Ahnenstammkartei in Dresden, die im Volksbund der deutschen sippenkundlichen Vereine zusammengefassten Organisationen sowie zahlreiche auf Honorarbasis arbeitende "Forscher", deren Berufsvertretung der Reichsverband der Sippenforscher und Heraldiker e. V. war.