Sir Arthur Travers Harris

    Aus Lexikon Drittes Reich

    britischer Luftmarschall (1. 1. 46)

    geboren: 13. April 1892 Cheltenham gestorben: 5. April 1984 Goring/Oxfordshire


    im Ersten Weltkrieg Kommodore eines Nachtfliegergeschwaders, 1937 Kommandeur der 4. Bomber-Group, 1938/39 Luftwaffenbefehlshaber Palästina. 1940 rückte Harris zum stellvertretenden Oberbefehlshaber der Royal Air Force auf und wurde 1942 zum Chef des britischen Bomberkommandos ernannt. Sein erklärtes Ziel war die "Zermürbung der Moral des deutschen Volkes" durch flächendeckende Bombardierung deutscher Großstädte, u. a. ordnete er den "1 000-Bomber-Schlag" gegen Köln an und verschärfte durch die fast völlige Vernichtung u. a. Hamburgs den Luftkrieg, der in der Zerstörung Dresdens gipfelte. Harris, in Deutschland als "Bomber-Harris" bei Kriegsende zu einer Schreckfigur geworden, war auch auf Seiten der Alliierten nicht unumstritten. Aufgrund der ihm vorgeworfenen "Vergeudung von Menschen und Material" wurde er bei Kriegsende zunächst bei militärischen Auszeichnungen übergangen, aber später für seine Verdienste u. a. zum Baron ernannt (1953). Harris rechtfertigte 1946 in seinem Buch "Bomberoffensive" die von ihm verfolgte Strategie der Flächenbombardements, weil er dadurch den Krieg "um mindestens ein Jahr verkürzt" habe.