Smolensker Komitee

    Aus Lexikon Drittes Reich

    im September 41 auf Initiative von Tresckow in Smolensk gegründetes Gremium russischer Militärs und Politiker, die sich mit einer Denkschrift an Hitler wandten und Zusammenarbeit mit der Wehrmacht anboten. Trotz Hitlers Ablehnung, dessen Besatzungspolitik ganz andere Ziele verfolgte und der die Rote Armee bereits geschlagen glaubte, förderten hohe deutsche Offiziere die Bildung russischer Freiwilligenverbände. Der im Juli 42 gefangen genommene General Wlassow machte sich die Vorschläge des Smolensker Komitees zu Eigen und ließ im Frühjahr 43 ein "Smolensker Manifest" hinter den sowjetischen Linien abwerfen, das nun in der prekären Lage nach Stalingrad auch von Rosenbergs Ministerium für die besetzten Ostgebiete unterzeichnet war. Es rief zum Kampf gegen Stalin auf und versprach einen ehrenvollen Frieden mit Deutschland, war aber von Hitler nicht gedeckt, der es am 8. 6. 43 endgültig verwarf.