Stalingrad

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (bis 1925 Zaryzin, heute Wolgograd), sowjetische Stadt an der unteren Wolga mit 450 000 Einwohnern (1940), Ziel einer deutschen Offensive im Herbst 42 während des Russlandfeldzugs. Die sich daraus entwickelnde Schlacht um Stalingrad gilt allgemein als Wende des Zweiten Weltkriegs, die sich allerdings schon in der Winterkrise vor Moskau 1941/42 abgezeichnet hatte.


    Am 19. 11. 42 begann eine Zangenbewegung der Roten Armee, die die nach Stalingrad vorgedrungene 6. deutsche Armee einschloss und nach dem Scheitern deutscher Entsatzversuche und nach Ausbruchverboten Hitlers am 31. 1./2. 2. 43 zur Kapitulation zwang: 146 000 deutsche Soldaten waren gefallen, 90 000 gingen in sowjetische Gefangenschaft, nur 6 000 kehrten nach dem Krieg heim. In seiner Sportpalastrede vom 18. 2. 43 schlachtete Goebbels die Katastrophe von Stalingrad zu einem fanatischen Durchhalteappell aus.