Struma

    Aus Lexikon Drittes Reich

    rumänisches Schiff, das 1941 von jüdischen Flüchtlingen übernommen wurde, die sich vor den zunehmenden Judenverfolgungen nach Palästina in Sicherheit bringen wollten. Am 12. 12. 41 verließ die "Struma" unter panamesischer Flagge mit 750 Juden an Bord den rumänischen Hafen Konstanza und erreichte am 15. 12. Istanbul. Die türkischen Behörden ließen aber nur eine schwangere Frau an Land und schickten schließlich auf Druck Londons, das arabische Proteste und weitere Flotten von Flüchtlingsschiffen fürchtete, die "Struma" Mitte Februar 42 ins Schwarze Meer zurück, wo sie am 24. 2. 42 auf eine deutsche Mine lief und explodierte. Nur ein Flüchtling überlebte die Katastrophe. Zwar versprachen britische Stellen, es werde keine weitere "Struma" mehr geben, blockierten aber weiter die Fluchtwege für die von der deutschen Endlösung bedrohten Juden Europas nach Palästina.