Surén, Hans

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Pädagoge

    geboren: 10. Juni 1885 Berlin gestorben: 25. Mai 1972 ebd.


    Offizier, im Ersten Weltkrieg zuletzt Major. Surén beschäftigte sich schon als Ausbilder mit Fragen der Körperertüchtigung durch Gymnastik, entwickelte ein Programm für das Heeresturnen und entwarf 1921 eine "Körper- und Charakterschulung" in seinem Buch "Deutsche Gymnastik". Sie kam nationalsozialistischen pädagogischen Vorstellungen entgegen wie auch der nächste Titel "Der Mensch und die Sonne", der 1936 in einer völligen Neubearbeitung den Untertitel "Arisch-olympischer Geist" erhielt. Surén, lange Leiter der Heeressportschule in Wünsdorf und Inspekteur für Leibesübungen im Reichsarbeitsdienst als Oberarbeitsführer, geriet dennoch in Konflikt mit dem nationalsozialistischem Regime, das ihn wegen angeblicher Verbindungen zum Widerstand nach dem Attentat vom Zwanzigsten Juli 44 im Zuchthaus Brandenburg/Havel gefangen hielt. Nach dem Krieg lebte Surén zurückgezogen und schrieb weitere sportpädagogische Werke.