Theodor Haubach

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Widerstandskämpfer

    geboren: 15. September 1896 Darmstadt gestorben: 23. Januar 1945 Berlin (hingerichtet)


    Offizier im Ersten Weltkrieg; Philosophiestudium; Sozialdemokrat, 1923 in die Leitung des Hamburger Reichsbanners; Redakteur beim "Hamburger Echo"; 1930 Pressechef im Berliner Polizeipräsidium. 1933 verlor Haubach seinen Posten, musste sich als Versicherungsagent durchbringen und wurde mehrfach inhaftiert, u. a. zwei Jahre lang im KZ Esterwegen. 1943 fand er zum Kreisauer Kreis und arbeitete eng zusammen mit seinen alten politischen Freunden Mierendorff, Leber und Leuschner. Die Gestapo nahm Haubach nach dem misslungenen Attentat vom 20. 7. 44 am 8. 8. fest. Über das Todesurteil schrieb er: Es kann "zwar die Person des Widerstandes, aber nicht die Gesinnung des Widerstandes" vernichten.