Umsiedlung

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Zuweisung neuer Wohnsitze an geschlossene Personen- oder Volksgruppen. Umsiedlung, wie sie nach dem Ersten Weltkrieg oder gemäß Verträgen zwischen Staaten (u. a. Südtirol, Estland) vorgenommen wurden, dienten der Milderung von Problemen bestimmter Minderheiten. Zwangsweise Umsiedlung, wie sie im Zuge der deutschen Eroberungen oder bei Vorrücken der Roten Armee im und nach dem Zweiten Weltkrieg angeordnet wurden, sind im Völkerrecht untersagte Vertreibungen. Der Begriff Umsiedlung diente im nationalsozialistischen Sprachgebrauch auch als Synonym für Deportation und nicht selten für die an ihrem Ende stehende Vernichtung (Endlösung).