Verbrannte Erde

    Aus Lexikon Drittes Reich

    militärische Taktik bei Rückzügen, das preiszugebende Gebiet für die Versorgung und die Transporte des Feindes unbrauchbar zu machen. Mit der Verbrannte-Erde-Methode sollte die Rote Armee nach Stalins Befehl im Russlandfeldzug den deutschen Vormarsch behindern, scheiterte damit aber weitgehend wegen des hohen Tempos der deutschen Vorstöße. Die Wehrmacht setzte ihrerseits nach der Niederlage in der Schlacht bei Kursk (Juli 43) auf Verbrannte Erde zur Bremsung der sowjetischen Offensive (Himmler-Befehl vom 3. 9. 43), erreichte ihr Ziel aber auch nur stellenweise, da Truppenkommandeure sich über die Zerstörungsbefehle hinwegsetzten oder Partisaneneinheiten beizeiten Brücken, Bahn- und Industrieanlagen sicherten. Verbrannte Erde sollte schließlich nach Hitlers Willen im Endkampf die Alliierten in Deutschland aufhalten: Nero-Befehl vom 19. 3. 45.