Vierzehn-Punkte-Friedensplan

    Aus Lexikon Drittes Reich

    aus 14 Punkten bestehendes Programm von US-Präsident Wilson zur Beendigung des Ersten Weltkriegs und zur Gestaltung einer zukünftigen Friedensordnung, am 8. 1. 18 im Kongress verkündet: Öffentliche Friedensverhandlungen und Abschaffung der Geheimdiplomatie; Freiheit der Meere; Freiheit des internationalen Handels; Einschränkung der staatlichen Rüstungen und deren Garantie; "unparteiische" Regelung der kolonialen Ansprüche; Räumung Russlands durch die Mittelmächte; Wiederherstellung der Souveränität Belgiens; Rückgabe Elsass-Lothringens an Frankreich; Festlegung der Grenzen Italiens nach dem nationalen Prinzip; Autonomie für die Völker der Donaumonarchie; Räumung Rumäniens, Serbiens und Montenegros durch die Mittelmächte; Unabhängigkeit des türkischen Staats, Autonomie für seine nichttürkischen Nationalitäten und Öffnung der Meerengen; Errichtung eines unabhängigen polnischen Staats; Gründung eines Völkerbunds. Bei den Friedensverhandlungen konnte sich Wilson gegen seine Verbündeten aber nicht durchsetzen; der Versailler Vertrag und die anderen Pariser Vorortverträge widersprachen in wesentlichen Teilen und dem Geist nach den Vierzehn Punkten.