Volksempfänger

    Aus Lexikon Drittes Reich

    offizielle Bezeichnung für ein technisch einfaches, durch Verzicht auf Zierrat schlicht gestaltetes Rundfunkgerät, das 1933 auf Veranlassung des Propagandaministeriums entworfen und gebaut wurde. Durch Standardisierung und Großserienfertigung konnte der damals übliche Preis von RM 200 bis 400 für ein Radio auf RM 76 (einschließlich Antenne) gesenkt werden. Der Volksempfänger besaß nur einen Mittelwellenteil, so dass ausländische Sender kaum zu empfangen waren, durch den niedrigen Preis war er jedoch für die meisten deutschen Haushaltungen erschwinglich (die Ausstattung mit Rundfunkgeräten erhöhte sich von 25 % 1933 auf 65 % 1941). Hinter der Förderung des Volksempfängers stand die Ansicht des Propagandaministers Goebbels, der den Rundfunk für das "allerwichtigste Massenbeeinflussungsinstrument" hielt.