Walter Cramer

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Unternehmer

    geboren: 1. Mai 1886 Leipzig gestorben: 14. November 1944 Berlin-Plötzensee (hingerichtet)


    1928 Vorstandsvorsitzender des Stöhr-Konzerns, der größten Kammgarnspinnerei Deutschlands. Cramer war seit 1933 mit Goerdeler verbunden, nicht zuletzt in der immer schärfer werdenden Ablehnung der nationalsozialistischen Diktatur. In der sich ausweitenden Widerstandsbewegung war der konservative Cramer vor allem um den Kontakt zu den Militärs bemüht, ohne die jeder Umsturzversuch chancenlos sein würde. Gleichzeitig wirkte der sozialpolitisch engagierte Unternehmer in der Industrie für den Kampf gegen Hitler. Das brachte ihm nach einer Denunziation im Februar 44 Gestapo-Aufsicht ein und führte nach dem Attentat vom 20. 7. 44 zu Verhaftung und Todesurteil.