Walter Flex

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller

    geboren: 6. Juli 1887 in Eisenach gestorben: 16. Oktober 1917 auf Ösel


    1914 Kriegsfreiwilliger, hatte mit vaterländischen Kriegsgedichten breiten Erfolg. In seinem Werk verbinden sich Wandervogelgeist, Protestantismus und burschenschaftlicher Nationalismus. Im bekanntesten Buch "Wanderer zwischen beiden Welten" (1917) idealisierte Flex in der Gestalt eines gefallenen Freunds den Geist der Frontkameradschaft und Opferbereitschaft ("Vorsterben" als vornehmste Offizierspflicht). Die Dichtungen von Flex übten starken Einfluss auf die Nachkriegsjugend aus, erreichten ihre Hauptauflage aber erst nach 1933, da die Nationalsozialisten ihn als "Blutzeugen des Kriegserlebnisses" sahen, seine idealistische Einsatzbereitschaft als Vorbild für die deutsche Jugend hoch schätzten. Noch heute sind einzelne Lieder von ihm populär, z. B. "Wildgänse rauschen durch die Nacht ...".