Walter Gropius

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutsch-amerikanischer Architekt und Designer

    geboren: 18. Mai 1883 in Berlin gestorben: 5. Juli 1969 in Boston


    Studium in Berlin und München, 1910 selbständig. Gropius wurde 1919 nach Weimar als Direktor der Hochschule für Bildende Kunst und der Kunstgewerbeschule berufen, die er zum Bauhaus zusammenfasste. 1928 machte er sich wieder selbständig, emigrierte 1934 nach London und 1937 in die USA, wo er bis 1952 Professor in Harvard war. Die Nationalsozialisten kritisierten Gropius' Baukunst als "in Form und Material bewusst volksfremd und ins Primitive" abgleitend. Bekannteste Gropius-Bauten sind die Siemensstadt in Berlin (1928-33), Wohnhäuser im Berliner Hansaviertel (1957) und die Porzellanfabrik Rosenthal in Selb (1963-67).