Wehrmacht

    Aus Lexikon Drittes Reich

    im "Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht" vom 16. 3. 35 erstmalig verwendete Bezeichnung für die deutschen Streitkräfte (bislang Reichswehr), die Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe umfassten. Die Wehrgesetze vom 21. 5. 35 setzten fest: "§ 3 Oberster Befehlshaber der Wehrmacht ist der Führer und Reichskanzler. § 4 Unter ihm übt der Reichskriegsminister als Oberbefehlshaber der Wehrmacht Befehlsgewalt über die Wehrmacht aus." Reichskriegsminister blieb der bisherige Reichswehrminister Generalfeldmarschall v. Blomberg, Oberbefehlshaber des Heers wurde Generaloberst v. Fritsch, die Kriegsmarine führte weiterhin Generaladmiral Raeder, Oberbefehlshaber der neuen Luftwaffe wurde Generaloberst Göring. Durch die Doppelintrige der Fritsch-Krise entmachtete Hitler die Wehrmachtführung durch Entlassung Fritschs und Blombergs und bestimmte am 4. 2. 38: "Die Befehlsgewalt über die gesamte Wehrmacht übe ich von jetzt an unmittelbar persönlich aus." Das bisherige Wehrmachtsamt im Reichskriegsministerium trat als Oberkommando der Wehrmacht (OKW) und damit militärischer Stab Hitlers unmittelbar unter dessen Befehl. Chef des OKW wurde General Keitel, neuer Oberbefehlshaber des Heers Generaloberst v. Brauchitsch.