Wehrstrafrecht

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Strafbestimmungen für Straftaten von Wehrmachtsangehörigen und in bestimmtem Umfang von Zivilpersonen, insbesondere so genannten Wehrpflichtigen des Beurlaubtenstands, angewandt von der Militärgerichtsbarkeit. Rechtsgrundlagen des Wehrstrafrechts waren v. a. das Militärstrafgesetzbuch (MilStGB, in der Fassung der Verordnung vom 10. 10. 40, RGBl I, S. 1 347) und das Strafgesetzbuch (StGB). Die wichtigsten Delikte waren: Fahnenflucht, Kriegs-, Hoch- und Landesverrat (Volksverrat), Wehrmittelbeschädigung, Wehrkraftzersetzung, Spionage, Wehrpflicht- bzw. Dienstentziehung, Freischärlerei, Aufwiegelung, Gehorsamsverweigerung, Meuterei und Dienstpflichtverletzungen.