Welteislehre

    Aus Lexikon Drittes Reich

    von H. Himmler und später auch von Hitler favorisierte kosmologische Theorie des österreichischen Ingenieurs Hanns Hörbiger. Die Welteislehre erklärte das geologische Bild der Erde als Folge von Zusammenstößen mit vereisten Planeten, wozu sie auch den Mond rechnete; im Hagel sah sie eine Form von kosmischem Eis. Zugrunde lag der Welteislehre die Hypothese, dass das Eis des Weltalls der Glut der Riesensonnen entgegenwirke; Triebkraft allen kosmischen Geschehens sei der Kampf zwischen Eis und Glut. Obwohl oder gerade weil die Welteislehre von der etablierten Wissenschaft abgelehnt wurde, machte Himmler sie zum Forschungszweig einer Gesellschaft Ahnenerbe, wobei der Kampfgedanke besonders im Vordergrund stand und die Welteislehre als "nordisches Weltbild" propagiert wurde, in dem sich "nordisch-heroische Grundhaltung" verwirkliche. Daneben erhoffte man sich von der Welteislehre praktische Vorteile in der Wettervorhersage.