Werner von Blomberg

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Generalfeldmarschall

    geboren: 2. September 1878 in Stargard gestorben: 14. März 1946 in Nürnberg


    1897 zum Heer, 1910 Generalstab, 1919/20 im Reichswehrministerium; nach verschiedenen hohen Posten 1929 Befehlshaber im Wehrkreis I (Königsberg). Am 30. 1. 33 berief Hitler Blomberg auf Hindenburgs Empfehlung in seine Regierung als Reichswehrminister und fand in ihm einen energischen Befürworter der Aufrüstungspolitik. Blomberg unterstützte Hitler auch bei der Ausschaltung der SA in der so genannten Röhm-Affäre und setzte nach Hindenburgs Tod (2. 8. 34) die Vereidigung der Reichswehr auf Hitler durch. Er wurde am 21. 5. 35 Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der nun so genannten Wehrmacht, arbeitete mit am Plan zur Rheinlandbesetzung und erhielt danach den Marschallstab. Blomberg, dessen Willfährigkeit Hitler gegenüber im Offizierskorps Unmut hervorrief, versuchte 1937 schwache Proteste gegen Hitlers Kriegspolitik, blieb aber bedingungslos loyal. Das half ihm nicht, als seine nicht standesgemäße Heirat (12. 1. 38) mit einer, wie erst danach bekannt wurde, Prostituierten seinen Gegnern Göring und Himmler den Vorwand zu seinem Sturz lieferte. Im Gegenzug empfahl Blomberg Hitler vor seiner Entlassung (4. 2. 38), selbst den Oberbefehl über die Wehrmacht zu übernehmen, was dann auch geschah und im Zuge der parallel laufenden Fritsch-Krise die Streitkräfte endgültig unter Parteikontrolle brachte. Blomberg wurde nach dem Krieg als Zeuge von US-Truppen inhaftiert und starb im Gefängnis.