Wernher Freiherr von Braun

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Physiker und Raketenkonstrukteur

    geboren: 23. März 1912 in Wirsitz (heute Wyrzysk, Polen) gestorben: 16. Juni 1977 in Alexandria (Virginia) bei Washington D.C.


    Seit Oktober 32 beim Heereswaffenamt, wurde Braun schon mit 25 Jahren Leiter der Raketenversuchsanstalt des Heers in Peenemünde. 1938 gelang die Fertigstellung eines ersten Prototyps der späteren ballistischen Fernrakete A 4, die unter dem Propagandanamen V2 (V = Vergeltung) am 3. 10. 42 erstmals erfolgreich erprobt wurde; erster Kriegseinsatz 8. 9. 44 gegen London (insgesamt 1 054, gegen Brüssel und Antwerpen 2 100). Braun wurde, weil er mehr an Raumfahrt als an Waffentechnik interessiert war, von der SS beargwöhnt. 14. 3. 44 Verhaftung, Freilassung nach Intervention von Speer. Im März 45 räumte Braun Peenemünde und ging mit seinem Team (ca. 100 Techniker) in amerikanische Gefangenschaft. Nach dem Krieg Fortsetzung der Arbeit in den USA; 1955 US-Staatsbürgerschaft; 1959 zur NASA, Entwicklung von Trägerraketen, Mitarbeit am Mondflugprogramm "Apollo", 1970 Chefplaner der NASA.