Wilhelm (Deutschland)

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Kronprinz von Preußen und Deutschland

    geboren: 6. Mai 1882 in Potsdam gestorben: 20. Juli 1951 in Hechingen


    Sohn Kaiser Wilhelms II.; im Ersten Weltkrieg ohne ausreichende Qualifikation zunächst Oberbefehlshaber der 5. Armee, dann einer eigenen Heeresgruppe "Deutscher Kronprinz", 1918 erfolglose Pläne für eine Nachfolge seines abgedankten Vaters, bis 1923 holländisches Exil. Nach seiner mit Hilfe Stresemanns ermöglichten Rückkehr nach Deutschland trat Wilhelm dem Stahlhelm bei und setzte sich für eine monarchische Restauration ein. Er versuchte sie u. a. durch eine Kandidatur für das Amt des Reichspräsidenten 1932 zu erreichen, die ihm aber sein Vater untersagte. Wilhelm förderte daraufhin Hitlers Bewerbung und erhoffte sich von dessen Machtergreifung die Wiedererrichtung des deutschen Kaisertums. Dennoch blieb er anders als sein Bruder August Wilhelm der Partei fern und trat nur dem NSKK bei, bevor er sich enttäuscht gänzlich vom Nationalsozialismus abwandte und später sogar lose Fäden zur Widerstandsbewegung knüpfte. Besondere Popularität genoss er nie.