Wilhelm Cuno

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker

    geboren: 2. Juli 1876 in Suhl gestorben: 3. Januar 1933 in Aumühle bei Hamburg


    zunächst Beamter, seit 1. 11. 17 bei der Reederei Hapag und am 20. 12. 18 deren Generaldirektor; beteiligt als deutscher Wirtschaftsexperte an den Friedensverhandlungen 1918/19. Auf diese Fachkompetenz hoffte man auch, als der parteilose Cuno, erstes Anzeichen von Parteimüdigkeit in Deutschland, Ende November 22 an die Spitze einer "Regierung der Wirtschaft" berufen wurde, die einen Weg aus Inflation und Reparations-Nöten finden sollte. Er meisterte die Probleme nicht, seine Vorschläge zur Reform der Reparationen trafen auf französische Ablehnung, seine Politik des passiven Widerstands im Ruhrkampf beschleunigte die Geldentwertung und brachte ihn um die Unterstützung der SPD. Am 12. 8. 23 musste Cuno zurücktreten und kehrte auf seinen Hapag-Posten zurück.