Wilhelm Freiherr von Gayl

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker

    geboren: 4. Februar 1879 Königsberg gestorben: 7. November 1945 Potsdam


    Jurist, 1909-33 in der Geschäftsführung der ostpreußischen Siedlungsgesellschaft, im Ersten Weltkrieg als Hauptmann in der Militärverwaltung. Gayl erhielt 1920 den undankbaren Posten eines Reichskommissars für die Volksabstimmung in Ostpreußen (Abstimmungsgebiete) und war danach in der DNVP aktiv. Papen berief ihn 1932 zum Reichsinnenminister in sein "Kabinett der Barone" und fand bei ihm Unterstützung für den Preußenschlag. Von links deswegen und von den Nationalsozialisten als "hilflos gegenüber dem marxistischen Terror" bekämpft, wurde Gayl schon nicht mehr ins Kabinett Schleicher übernommen und verschwand 1933 politisch in der Versenkung.