Wilhelm Kreis

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Architekt

    geboren: 17. März 1873 Eltville gestorben: 13. August 1955 Bad Honnef


    Kreis, Professor in Dresden und Düsseldorf, hatte früh Neigungen zu repräsentativ-monumentaler Bauweise, entwarf u. a. bis 1914 über 50 Bismarcktürme, Pläne für Nationaldenkmäler, baute unter Einfluss klassizistischer und germanischer Traditionen die Augustusbrücke in Dresden (1904-08) und das vorgeschichtliche Museum in Halle (1913-14). Da Kreis ab 1920 zeitweise expressionistischer, dann funktionaler Architektur verpflichtet war, gehörte er nach der Machtübernahme nicht sofort zu den bevorzugten Architekten von Staats- und Parteibauten (Architektur). Durch den Bau des Luftgaukommandos in Dresden fand Kreis wieder zur monumentalen Natursteinbauweise zurück, unterstützte dann Speers Planungen für die Reichshauptstadt und wurde 1938 Reichskultursenator und 1941 Generalbaurat für die Gestaltung der deutscher Kriegerfriedhöfe. In seinen wenigen Nachkriegsentwürfen knüpfte Kreis wieder an funktionale Architekturauffassungen an.