Wilhelm List

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Generalfeldmarschall (19. 7. 40)

    geboren: 14. Mai 1880 Oberkirchberg bei Ulm gestorben: 18. Juni 1971 Garmisch-Partenkirchen


    1898 Heereseintritt, im Ersten Weltkrieg Generalstabsoffizier, danach Reichswehrkarriere (1.10. 30 Generalmajor). List wurde nach dem Anschluss Österreichs Oberbefehlshaber des Gruppenkommandos 5 in Wien, führte im Polenfeldzug die 14. Armee, im Westen 1940 und auf dem Balkan dann die 12. Armee. Bis zum 15. 10. 41 war er Wehrmachtsbefehlshaber Südost und übernahm nach längerer Beurlaubung am 7. 7. 42 die Heeresgruppe A in Russland, die zum Kaukasus vorstoßen sollte. List, der von Anfang an vor Überdehnung der Kräfte gewarnt hatte, musste trotz der Unterstützung durch Jodl am 10. 9. 42 seinen Posten räumen, weil die Offensive steckengeblieben war. Er fand keine Verwendung mehr. Nach Kriegsende wurde List im Prozess gegen die Südostgeneräle (Geisel-Prozess) am 19. 10. 48 von einem amerikanischen Militärgericht in Nürnberg u. a. wegen Vergeltungsaktionen nach Partisanenüberfällen zu lebenslanger Haft verurteilt, am 24. 12. 52 aber aus Krankheitsgründen aus dem Kriegsverbrechergefängnis Landsberg entlassen.