Wilhelm Marx

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker

    geboren: 15. Januar 1863 in Köln gestorben: 5. August 1946 in Bonn


    Jurastudium, Landrichter in Elberfeld, 1906 Oberlandesgerichtsrat in Köln, 1921 Landgerichtspräsident in Limburg und 1922 Senatspräsident am Kammergericht in Berlin. Ab 1910 Mitglied des Reichstags des Zentrums, wurde Marx als Nachfolger Stresemanns am 30. 11. 23 Reichskanzler. Er versuchte, die Folgen der Inflation zu beseitigen und die Durchführung des Dawesplans zu garantieren. Im Januar 25 musste er zurücktreten. Als Kandidat der Weimarer Koalition bei den Reichspräsidentenwahlen erreichte er am 26. 4. 25 mit 45,3 % der Stimmen nur 3 % weniger als Hindenburg. 1927/28 war Marx nochmals Reichskanzler. Nach 1932 trat er politisch nicht mehr in Erscheinung.