Wilhelm Miklas

    Aus Lexikon Drittes Reich

    österreichischer Politiker

    geboren: 15. Oktober 1872 in Krems gestorben: 20. März 1956 in Wien


    ab 1918 Mitglied, ab 1923 Präsident der österreichischen Nationalversammlung, 1928 als Kandidat der Christlich-Sozialen zum Bundespräsidenten gewählt. 1931 im Amt bestätigt. Miklas stand den autoritären Regierungen Dollfuß und Schuschnigg zwar distanziert gegenüber, tolerierte aber sogar die Ausschaltung des Parlaments. Am 11. 3. 38 ernannte Miklas, nach zweimaliger Ablehnung, unter Hitlers massivem Druck Seyß-Inquart zum österreichischen Bundeskanzler, weigerte sich dann aber standhaft, das Gesetz über den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich zu unterzeichnen, und trat am 13. 3. 38 von seinem Amt zurück.