Wilhelm Schäfer

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller

    geboren: 20. Januar 1868 Ottrau (Oberhessen) gestorben: 19. Januar 1952 Überlingen


    Volksschullehrer, 1905-22 Herausgeber der Zeitschrift "Die Rheinlande". Nach naturalistischen Anfängen entwickelte sich Schäfers Kunst zunehmend völkisch-nationalistisch, besonders ausgeprägt in den "Dreizehn Büchern der deutschen Seele" (1922), ein Titel, der bis 1940 in 170 000 Exemplaren verbreitet wurde. Aus Protest gegen die demokratische Leitung verließ Schäfer zusammen mit Kolbenheyer 1931 die Preußische Dichterakademie und veröffentlichte 1933 einen Sammelband mit bekenntnishaften "Deutschen Reden". Im Dritten Reich wurde er mit dem Rheinischen Literaturpreis (1937) und dem Frankfurter Goethe-Preis (1941) geehrt. Auch nach dem Krieg blieben seine Bücher erfolgreich.