Willi Forst

    Aus Lexikon Drittes Reich

    österreichischer Schauspieler, Regisseur und Produzent

    geboren: 7. April 1903 in Wien gestorben: 11. August 1980 in Wien


    spielte vorwiegend in leichten Komödien und Operettenfilmen, u. a. in "Atlantik" (1929) und "Peter Voss, der Millionendieb" (1932), bevor er 1933 mit "Leise flehen meine Lieder" zur Regie überwechselte, ohne auf seine schauspielerische Betätigung ganz zu verzichten. Forsts Spezialität waren im Wien der Jahrhundertwende angesiedelte, schwungvoll-romantische Unterhaltungsfilme, denen im Gegensatz zur durchschnittlichen Unterhaltungsware der nationalsozialistischen Zeit Witz und Eleganz zu attestieren sind (wie "Maskerade" 1934, "Bel Ami" 1939, "Operette" 1940, "Wiener Blut" 1942) und die daher die gewünschte Ablenkungsfunktion von den Alltagsproblemen insbesondere im Krieg gut erfüllten.