Willi Häussler

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Widerstandskämpfer

    geboren: 18. April 1907 Hamburg gestorben: 22. März 1945 ebd.


    Arbeiter, 1925 SPD- und Reichsbanner-Mitglied. Häussler verlor nach der nationalsozialistischen Machtergreifung wegen "staatsfeindlicher Einstellung" seine Arbeit und übernahm im Oktober 34 die Leitung einer Widerstandsgruppe des einstigen Reichsbanners, die v. a. durch Flugblätter gegen das Regime arbeitete und Verfolgte ins Ausland schleuste. Ihm selbst gelang die Flucht nicht, als die Gestapo am 13. 6. 36 zugriff. Häussler erhielt sieben Jahre Zuchthaus und wurde nach der Strafverbüßung ins Ausländerlager Wilhelmsburg verlegt. Dort kam er in den letzten Kriegstagen um, "bei Feindeinwirkung", hieß es offiziell.