Willi Marker

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Kommunalpolitiker

    geboren: 22. August 1894 Hofgeismar gestorben: 22. April 1940 KZ Sachsenhausen


    1922 nach SPD- und USDP-Mitgliedschaft zur KPD, Gemeindevertreter in Kassel bis 1933. Marker konnte sich zwar noch der Kommunistenjagd nach dem Reichstagsbrand entziehen, wurde aber am 11. 4. 34 verhaftet und wegen "Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens" zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Da die Haft keine "ernstliche innere Umkehr" erzeugte, folgte Einweisung ins KZ, zunächst Esterwegen, dann Sachsenhausen. Dort kam Marker wegen Hilfeleistung für jüdische Mitgefangene und Kritik an Misshandlungen in die Strafkompanie. Man fand ihn eines Nachts erhängt im Waschraum, laut Lagerführung: "Selbstmord".