Willy Messerschmitt

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Flugzeugfabrikant und -konstrukteur

    geboren: 26. Juni 1898 in Frankfurt am Main gestorben: 15. September 1978 in München


    Ingenieurstudium an der TH München, 1923 Gründung der Messerschmitt-Flugzeugbau GmbH. Messerschmitt widmete sich anfangs dem Bau von Sportflugzeugen, stellte 1925 sein erstes Motor- und mit der M 17 1926 sein erstes Ganzmetallflugzeug vor. Mit seinen Entwicklungen hatte Messerschmitt erheblichen Anteil am Aufbau der deutschen Luftwaffe: Die Me 109 wurde zum Standardjagdflugzeug im Zweiten Weltkrieg und erzielte in der Version Me 209 den bis 1969 gültigen Geschwindigkeitsrekord für Kolbenmotormaschinen mit 755,138 km/h. Im Krieg kamen mit der Me 262 "Schwalbe" der erste frontreife Düsenjäger und zahlreiche andere Modelle hinzu (u. a. Raketenjäger Me 163). Für seine Verdienste wurde Messerschmitt zum Wehrwirtschaftsführer ernannt und erhielt den Titel "Pionier der Arbeit". 1938 wurde er mit dem Deutschen Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet. Nach Kriegsende verlegte sich Messerschmitt, der 1948 von einer Entnazifizierungskammer als "Mitläufer" eingestuft wurde, auf den Bau von Nähmaschinen und Kabinenrollern. Ab 1956 war er an der Konstruktion von Düsenflugzeugen für die NATO und die Bundesluftwaffe beteiligt. Messerschmitt war Teilhaber des Konzerns Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH.