Wolf Heinrich Graf von Helldorf

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker

    geboren: 14. Oktober 1896 Merseburg gestorben: 15. August 1944 Berlin


    im Ersten Weltkrieg Berufsoffizier, danach in mehreren Freikorps, Beteiligung am Kapp-Putsch und an der Niederwerfung kommunistischer Aufstände. Nach zeitweisem Rückzug auf sein Rittergut machte Helldorf Ende der 20er Jahre bei der SA Karriere und wurde 1931 Gruppenführer von Berlin-Brandenburg. Ab 1925 war er Abgeordneter der NSDAP im Preußischen Landtag (ab 1932 Fraktionsvorsitzender), von 1932 an auch Mitglied des Reichstags. Göring machte Helldorf 1933 zum Polizeipräsidenten von Potsdam, 1935 wurde er Polizeipräsident von Berlin. Ab 1938 stand Helldorf in losem Kontakt zu Kreisen des Widerstands um Goerdeler. Weniger aus Überzeugung als aus opportunistischen Gründen ließ Helldorf am Zwanzigsten Juli 44 durch die Berliner Polizei die Aktionen von Stauffenberg u. a. Widerständlern unterstützen, wurde dafür verhaftet und am 8. 8. 44 vom Volksgerichtshof zum Tod durch den Strang verurteilt.