Zarah Leander

    Aus Lexikon Drittes Reich

    schwedische Filmschauspielerin und Sängerin

    geboren: 15. März 1907 in Karlstad gestorben: 23. Juni 1981 in Stockholm


    (geborene Hedberg), nach kleineren Theater- und Filmrollen von Froelich als Ersatz für M. Dietrich für den deutschen Film entdeckt, Karriere als "schönste Diva" des nationalsozialistischen Films. Leanders Erscheinung erinnerte an das Vorbild des amerikanischen Vamps (Greta Garbo, Mae West), sie verkörperte v. a. Sängerinnen und Kurtisanen mit erotischer Ausstrahlung ("Es war eine rauschende Ballnacht", 1939) und erlangte durch ihre in Revuefilmen mit tiefer Stimme vorgetragenen Schlager zusätzliche Popularität. Sie verkörperte, nicht nur für männliche Zuschauer, "die Sehnsucht nach einer Flucht aus dem reglementierten Alltag" (Patalas). Leander bekannte sich zwar nicht öffentlich zum Nationalsozialismus, spielte aber neben überwiegend exotischen Rollen ("La Habanera", 1937) auch in Propagandafilmen ("Heimat", 1939) und wandelte sich gar in "Die große Liebe" (1942) vom Vamp zur Soldatenbraut. Leander konnte nach dem Krieg wegen dieser nationalsozialistischen Vereinnahmung nicht an ihren früheren Ruhm anknüpfen.